Aktuelles

Literatursommer 2017 im Literaturhaus S-H: Schwerpunkt Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien

 

Der diesjährige Literatursommer des Literaturhauses Schleswig-Holstein wendet sich den drei Republiken Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Serbien zu. Die Gastautor/innen markieren die literarische Qualität einer gesamten Region, die bis in die jüngste Geschichte Schauplatz politischer, ethnischer und religiöser Konflikte war. Die im Literatursommer präsentierten Werke erzählen Geschichten von Flucht, Migration und Heimat und weisen auf die sozialen Veränderungen bis in unsere Zeit hin.

Mit Dževad Karahasan und Miljenko Jergović sind zwei epochale und preisgekrönte Erzähler zu Gast. Karahasan wird den Literatursommer auf Schloss Gottorf (25.7.) eröffnen. Sein Werk stellt die Frage nach dem friedlichen Zusammenleben verschiedener Kulturen und zeigt auf, welchen Einfluss Glauben und Religion auf das Gemeinwesen haben (Kiel: 26.7.). Miljenko Jergović überwindet mit seinem Schreiben das Konzept der ethnischen und nationalen Identität. Ihn beschäftigt in "Die unerhörte Geschichte meiner Familie" die Frage, was das Leben im ehemaligen Jugoslawien für den Einzelnen bedeutet hat. Als besonderes Highlight wird er bei drei Terminen seiner Lesereise (Kiel: 14.8.) von dem prominenten deutschen Schauspieler Miroslav Nemec begleitet, der die deutschen Textstellen lesen wird.

Mit Migration und Fluchtursachen setzt sich Murat Baltić auseinander, der in "Verlorene Söhne" unsere Aufmerksamkeit auf das prekäre Schicksal der Roma in Europa lenkt (10.8.). Am Rand der Gesellschaft bewegen sich mit ihren Antihelden auch die jüngeren literarischen Gäste, Barbi Marković und Vladimir Kecmanović. In ihrem Städteroman "Superheldinnen" erzählt Marković von dem Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit in einer von Kapitalismus und Korrumpierbarkeit infizierten Gesellschaft, die den Idealen dreier vom Krieg gezeichneter Migrantinnen diametral entgegensteht (4.8.). Der Thriller "Sibirien" von Vladimir Kecmanović verdeutlicht, dass vom Krieg vor allem die organisierte Kriminalität profitierte. In seiner Gangster-Prosa konkurrieren zwei Banden miteinander, deren ethnische Unterschiede auf der Flucht vor dem Gesetz schnell belanglos werden (4.8.).

Slavenka Drakulić fügt der eher historisch-politischen Grundierung der Literatur eine andere zeitgeschichtliche Komponente hinzu. Sie beschäftigt sich in ihrer fiktiven Künstlerbiografie "Dora und der Minotaurus" mit dem Leben der gefeierten Fotografin und Muse Pablo Picassos Dora Maar (22.8.).

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Ankündigung Konferenz EuPoD III "GrenzRäume", 30.11. - 2.12.2017

Vom 30. November bis zum 2. Dezember 2017 wird am Institut für Slavistik der CAU die nächste Konferenz in Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie der UAM Poznań im Rahmen des gemeinsamen Masterstudiengangs "Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa" unter dem Titel "GrenzRäume" ausgerichtet. Nähere Informationen finden Sie hier. Die Anmeldefrist läuft bis zum 15. Februar

Merkblatt zur Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten

Das überarbeitete "Merkblatt zur Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten" (Stand: Juni 2014) ist ab sofort im Geschäftszimmer für einen Unkostenbeitrag von 1 € erhältlich. Alternativ zum gedruckten Heft finden Sie die überarbeitete Version als pdf-Datei auch auf der Homepage rechts unter Download.

 

Neuer Masterstudiengang "Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa" seit WS 2012/13

In Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern der Fächer Osteuropäische Geschichte, Germanistik, Slavistik, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft sowie Deutsch als Fremdsprache wurde der Ein-Fach-Masterstudiengang „Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa“ erarbeitet.
Der Masterstudiengang setzt es sich zum Ziel, die mit dem EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 intensivierten Beziehungen zwischen Polen und Deutschland unter europäischer Perspektive aus unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Ansätzen in den Blick zu nehmen und soll Absolventinnen und Absolventen den Zugang zu den expandierenden Bereichen polnisch-deutscher kultureller, wirtschaftlicher, rechtlicher und politischer Zusammenarbeit ermöglichen.
Der interdisziplinäre Masterstudiengang ist als internationaler Doppelstudiengang in Kooperation mit dem Institut für Polnische Philologie der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań (UAM) konzipiert und ist zum Wintersemester 2012/13 in Kiel gestartet.
Auf polnischer Seite wird ein entsprechendes Studienprogramm mit der Bezeichnung „Studia międzykulturowe: Polacy i Niemcy w Europie“ erstellt, so dass in Zukunft an beiden Universitäten das Programm gleichzeitig stattfindet. Für beide Studienprogramme ist versetzt ein Auslandssemester an der jeweils anderen Universität vorgesehen, so dass die Studierenden ein gemeinsames Studienjahr absolvieren.
Nach erfolgreicher Absolvierung des viersemestrigen Studiums sowie des Auslandssemesters erwerben die Studierenden einen binationalen Master-Double-Degree-Abschluss. Dieser setzt sich zusammen aus einem Masterabschluss an der CAU Kiel sowie einem Magisterabschluss an der UAM Poznań.
Voraussetzung für die Aufnahme des Masterstudiengangs ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium in den Fächern Germanistik, Osteuropäische Geschichte oder Polnische Philologie oder ein gleichwertiger Abschluss.
Unter http://www.eupod.uni-kiel.de können Sie sich über den Studiengang informieren.

Derzeitige Ansprechpartner am Institut für Slavistik:

Prof. Dr. Michael Düring

Dr. Rebekka Wilpert

 

Hinweis: Der Masterstudiengang „Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa“ wurde inzwischen akkreditiert.

(Stand: 5.12.12)

Praktikumsangebot

Das Institut für Slavistik bietet Studierenden die Möglichkeit, ein Berufspraktikum zu absolvieren, das im Rahmen des 2-Fächer-Bachelorstudiums anerkannt wird. Nähere Informationen zum aktuellen Praktikumsangebot erhalten Sie bei P. Nádeníček.

Sollten Sie noch allgemeine Fragen zum Praxismodul Berufspraktikum haben, wenden Sie sich bitte an das Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS).

Informationen zur Anrechnung des Praktikums finden Sie unter  Praktikum.