Marek Hłasko - A Rebel with a Cause

Hauptseminar

2 SWS; B.A.-Modul LW 3; Do, 14.00 - 16.00 Uhr, LS10 - R.325; ab 15.4.2009

Marek Hłasko gehört zu den “großen Außenseitern” der polnischen Literatur – er lebte ein schnelles Leben, starb früh, war der Liebling der Regenbogenpresse der sechziger Jahre, emigrierte, lebte in Italien, den USA, in Deutschland und anderswo. Aber egal, wo er lebte, er kam nirgendwo an, verzweifelte an seiner Umwelt, sei sie nun ideologisch getränkt wie im Polen der fünfziger Jahre, sei sie „frei“, so wie im Westen. Ist er der James Dean der polnischen Literatur, dann ist er damit auch einer der jungen Wilden der polnischen Literatur, vielleicht sogar ein „Turpist der Prosa“.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen die kanonisierten Texte Marek Hłaskos, angefangen beim Sammelband Ósmy dzień tygodniu (1956) fortgesetzt mit dem Roman Następny do raju (1958) Berücksichtigt werden sollen aber auch die im westlichen Ausland spielenden Werke (Drugie zabicie psa, 1964) sowie der (pseudo-)autobiographische Bericht Piękni dwudziestoletni (1966). Suchen wir einen Schlüssel für das Verständnis der polnischen Tauwetterzeit – er lässt sich im Werk Marek Hłaskos finden.

Teilnahmevoraussetzungen: M.A.: Zwischenprüfung; B.A.: LW 2

Prüfungsleistungen: Moderation und Hausarbeit am Ende des Semesters

Primärtexte sind ab Ende März im Seminarapparat verfügbar, ergänzend zum Seminar wird ein Tutorium angeboten (der Termin wird zu Beginn des Semesters festgelegt).

Literaturhinweise:

B. Braun, Marek Hłasko: die Selbstdarstellung in der Autobiographie. Hamburg 2008.

S. Burkot, Proza powojenna 1945-1987. Analizy i interpretacje. Warszawa 21991, S. 268-78.

L. Kurpiewski, „Wstęp”, in: M. Hłasko, Opowiadania, Warszawa 1985. S. 5-31.

S. Stabro, Legenda i twórczość Marka Hłaski. Wrocław usw. 1985 (= Nauka dla wszystkich, Bd. 388).

B. Stanisławczyk, Miłosne gry Marka Hłaski. Warszawa 1999.

C. Wiepcke, Marek Hłasko: zur Frage sozialistisch-realistischer Kontexte und ihrer Überwindung. Münster 2004.