Polnische Frauenprosa vom Positivismus bis zur unmittelbaren Gegenwart

BA-Modul LW 1

2 SWS; Do, 10.00 - 12.00, LS10 - R.301;

ab 29.10.2008

Beginnend mit der Epoche des Positivismus bestimmten polnische Schriftstellerinnen das literarische Geschehen ihrer Zeit maßgeblich mit. Ausgehend von Eliza Orzeszkowa und Maria Konopnicka (Positivismus), über Gabriela Zapolska (Młoda Polska), Maria Dąbrowska und Zofia Nałkowska (Zwischenkriegszeit) ist die starke weibliche Präsenz vor allem auch in der polnischen Literatur der unmittelbaren Gegenwart zu beobachten, verbunden mit Namen wie Hanna Krall, Izabela Filipiak, Olga Tokarczuk und Dorota Masłowska. In dem Proseminar werden ausgewählte Prosatexte der genannten Autorinnen gelesen und analysiert. Eine der möglichen Herangehensweisen an die Werke stellt die feministische Literaturtheorie dar. Dieser nicht einheitliche Theoriekomplex wird – je nach Interesse der Studierenden – vertieft und sollte zugleich ausreichend Anlass zu Diskussionen bieten.

Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen: regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat, Hausarbeit.

Literatur zur Einführung:

Borkowska, Grażyna, Alienated Women. A Study on Polish Women’s Fiction 1845-1918, Engl. ed. transl. by Ursula Phillips, Budapest u.a. 2001.

Erhart, Walter; Herrmann, Britta, „Feministische Zugänge – ‚Gender Studies’“. In: Arnold, H.L.; Detering, H., Grundzüge der Literaturwissenschaft. 5. Auflage, München 2002, S. 498-515.

Kraskowska, Ewa, Piórem niewieścim. Z Problemów prozy kobiecej dwudziestolecia międzywojennego, Poznań 1999.